Jürgen ist Anfang 40, ein netter Typ – und modelt obendrein. Er sprach mich letzten Sommer über die Model-Kartei an, ob ich Lust und Zeit für ein TFP-Shooting hätte. Ja, ich hatte, und so haben wir uns Anfang August nachmittags südlich von München in Ottobrunn getroffen. Ich hatte ihm gesagt, er solle das anziehen, was ihm am besten gefällt und so brachte er verschiedene Sakkos und Krawatten mit. Das war gut, denn so konnten wir gemeinsam etwas aussuchen. Auf die Krawatten haben wir verzichtet ebenso wie auf eines der Sakkos.

Ursprünglich wollte ich in einem leer stehenden Industriebau fotografieren, aber der war abgesperrt. So sind wir kurzerhand auf eine kleine Grünanlage ausgewichen, um ein wenig Schutz vor der Sonne zu finden. Der Hintergrund spielt bei Portraits ohnehin oft nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger war in diesem Fall der Sonnenschutz bzw. ein Schattenplatz. Denn so kommen weder Model noch Fotograf zu schnell ins Schwitzen. Außerdem hat ein Schattenplatz den Vorteil, dass man a) Blitzlicht besser einsetzen und b) die Blende weiter öffnen kann. Denn ich arbeite bei Portraitfotos gern mit Blitz und mit möglichst offener Blende, um auf das Wichtigste – das Gesicht des Models – zu fokussieren. Dabei wird alles außer dem Gesicht umso unschärfer, je weiter entfernt es vom Kamerafokus ist. Das kann man auf den Fotos sehr gut schon beim Sakko sehen.

Arbeiten mit Blitz

Dabei hilft ein Blitz, der das Gesicht aufhellt. Auf diese Weise kann man das Motiv sehr gut vom Hintergrund absetzen. Hierbei habe ich darauf geachtet, dass Umgebungslicht und Blitzlicht gut miteinander harmonieren. Hier hat die Sonne durch die Bäume im Hintergrund geschienen (die hellen Stellen im Hintergrund), Jürgens Gesicht wurde so mit dem Blitz aufgehellt, dass es nicht unnatürlich wirkt bzw. überhaupt nicht wahrgenommen wird.

Damit das Blitzlicht nicht so hart erscheint, arbeite ich draußen mit einer mobilen Softbox. Ganz gern nutze ich dabei die Westcott Rapid Box. Sie ist leicht und schnell aufgebaut. Von der Belichtung wirkt die Rapid Box ähnlich wie ein Beauty Dish, ist aber etwas größer.

Dynamisch und cool: Der Griff zur Sonnenbrille bringt Bewegung ins Bild. Es ist bei Portraits meist immer gut, wenn die Hände ins Spiel kommen - (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Dynamisch und cool: Der Griff zur Sonnenbrille bringt Bewegung ins Bild. Es ist bei Portraits meist immer gut, wenn die Hände ins Spiel kommen
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Ich schau dir in die Augen: Die Brille als Gestaltungselement bringt zusätzliche Dynamik ins Bild - (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Ich schau dir in die Augen: Die Brille als Gestaltungselement bringt zusätzliche Dynamik ins Bild
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Es ist immer gut, wenn man zum Shooting ein oder zwei weitere Outfits mitbringt. Dann kann man variieren. - (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Es ist immer gut, wenn man zum Shooting ein oder zwei weitere Outfits mitbringt. Dann kann man variieren.
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Wie gehabt: Die Hände sind im Spiel. Das bringt Dynamik ins Bild - (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Wie gehabt: Die Hände sind im Spiel. Das bringt Dynamik ins Bild
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Zurückgelehnt mit den Ellbogen auf der Lehne der Parkbank: Lässige Haltung, die Knowhow, Energie und Durchsetzungskraft vermittelt - (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Mit den Ellbogen auf der Rückenlehne einer Parkbank: Lässige Haltung, die Knowhow, Energie und Durchsetzungskraft vermittelt
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing

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