Auch eine Möglichkeit, einen Kameragurt zu befestigen – wenn auch nicht die beste (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Auch eine Möglichkeit, einen Kameragurt zu befestigen – wenn auch nicht die beste
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing

Wie befestigen Sie einen Kameragurt? Im Netz stieß ich kürzlich auf zwei Videos von Canon und Nikon. In beiden erklären die Firmenrepräsentanten unisono, wie man Kameragurte nicht befestigen sollte. Die oben gezeigte Methode war zwar nicht dabei. Sie ist aber auch nicht zu empfehlen, da die Schleife sich öffnet, sobald das Kameragewicht zum Tragen kommt. Da hilft nur bedingt, dass das Ende des Schnürsenkels durch die Schlaufe gezogen ist. Doch das führt zu weit…  Bei der korrekten Befestigungsmethode für einen Kameragurt unterscheiden sich aber die Experten. Mir gefällt die Nikon-Lösung besser als die Canon-Methode. Ich gurte mich künftig auch so. Aber seht selbst.

Meine Karabinerlösung für einen Kameragurt

Die Nikon-Methode sieht schon überzeugender aus. Bei Canon baumelt das Ende des Gurtbandes auf der Seite der Kamera und stört eventuell. Was mir allerdings bei beiden Methoden nicht gefällt, ist die gewissermaßen dauerhafte Verbindung mit der Kamera. Für unterwegs geht das in Ordnung, aber bei einem Shooting fotografiere ich gern ohne das störende Rumgebammel eines Kameragurtes. Es gibt da zwar inzwischen Lösungen wie die Anchor Links von Peak-Design. Für Spiegelreflexkameras mag das gehen, allerdings sind mir die Anker für meine Fuji zu klobig – und mit 20 Euro auch zu teuer. Ich habe mir stattdessen zwei Karabiner für 4,65 Euro inklusive Versand bestellt und diese in den Kameragurt eingebunden. So kann ich mich des Gurtes schnell entledigen, wenn es erforderlich ist.

Mit meiner Karabiner-Lösung kann man den Kameragurt auch schnell abnehmen, wenn er stört (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Mit meiner Karabiner-Lösung kann man den Kameragurt auch schnell abnehmen, wenn er stört
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing

6 thoughts on “So befestigt man einen Kameragurt

  1. Hallo, Thomas.

    Danke für den Beitrag. Das Nikon Video finde ich methodisch absolut unterirdisch, da der Aspekt, auf den es wirklich ankommt, nämlich wie die Schlaufen befestigt werden müssen, kaum zu sehen ist – zu klein, zu wenig bzw. zu schlechter Kontrast. Ein weißes Hemd wäre vorteilhafter gewesen. Die Animationen im Canon Video finde ich exzellent.

    Sind Deine Karabiner auch stabil genug, um eine DSLR mit Batteriegriff und Tele (in meinem Fall ca. 4 kg) sicher zu halten?

    Genau wie Du mag ich auch keine Gurte bei Shootings, sondern bevorzuge dort ergonomische Handschlaufen. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Matin GR-6 gemacht, die ich an meinen beiden DSLRs angebracht habe. Die hat auch einen halbwegs angemessenen Preis (ca. 15€) im Vergleich zu dem Teil von Spider, welche mit „Die beste Handschlaufe der Welt! Revolutionäres, funktionelles Konzept, so dass die Verwendung einer Handschlaufe zum ersten Mal Sinn macht.“ beschrieben wird. Schon für diese Anmaßung gehört Spider abgewatscht, aber die Höhe ist der Preis – 75 €! Für eine Handschlaufe? Was rauchen die da bei Spider?

    Leider führt das in Bezug auf einen Kameragurt zu einer „entweder/oder“ Situation. Auch wenn es mit viel „Gefummel“ möglich ist, den Kameragurt zusätzlich zur Handschlaufe zu befestigen, wird das ganze Konstrukt dadurch unflexibel und steif. Aber für einen schnellen Wechsel habe ich noch keine passende Lösung gefunden, der ich auch vertrauen kann – und den „Anchor Links“ traue ich eben nicht so recht. Ich habe es auch schon mit Schäkeln versucht, aber die waren zu dick, um durch die Ösen an der Kamera zu passen.

    Mit besten Grüßen

    Wilhelm

    1. Hallo Wilhelm,

      das Gewicht könnten die Karabiner vielleicht aushalten (genaue Angaben fehlen mir). Aber das Problem bei DSLR beschreibst du ja schon: „zu dick, um durch die Ösen an der Kamera zu passen“. Hier finde ich, wie ich im Beitrag schrieb, die Lösung von Peak Design okay. Da gibt es inzwischen auch ein Befestigungskit für Fremdgurte, was ich aber nicht nutze, weil ich die Spiegelreflex nur noch für Shootings hernehme. Allerdings verwende ich die Kunststoffanker mit der Peak-Design-Handschlaufe an einer EOS 1 – quasi als Rettungsgurt, falls mir das Teil doch mal aus der Hand gleiten sollte. Der Gurt ist so groß und flexibel, dass man gut zwischen Hoch- und Querformat wechseln kann.

      Viele Grüße,
      Thomas

  2. Moin Herr Hümmler,
    die Methode der Gurtverschlingung ist super. Warum kommt man bloß nicht von selbst auf solche einfachen Sachen?
    Vielen Dank jedenfalls!
    Mit den Karabinerhaken kann ich leider nicht, deshalb habe ich mir solche C-Loops gekauft. Die sind nicht schlecht, aber wenn man draußen mit dem Stativ unterwegs ist, hat man doch gerne auch den Gurt dran. Dann ist aber das Stativgewinde belegt. Auch nicht das Wahre….
    Kennen Sie eine Methode die steifen Kameragurte aus Textil geschmeidig zu machen?
    Viele Grüße von der Nordsee
    Willi

    1. Moin, Moin,

      gute Idee das mit den C-Loops. Und einen Tod muss man ja sterben. 😉

      Zu den Kameragurten: Schon mal gewaschen, evtl. mit Weichspüler? Ansonsten sind die Kameragurte von Thinktank sehr flexibel und es nicht sofort sichtbar, was für eine Kamera man dabei hat.

      Viele Grüße aus dem Süden der Republik
      Thomas

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