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Ubuntu 10.10 mit kleinen Macken

- Sieht zuverlässig aus, zeigt aber während des Updates einige Macken
Im Großen und Ganzen hat das Update von der Version 10.04 auf 10.10 funktioniert. Auf dem Server gab es lediglich zwei kleinere Ärgernisse. Hylafax-Client und -Server mussten gelöscht und neu installiert werden. Außerdem fehlte der Eintrag für den Nameserver in der /etc/resolv.conf mit der Folge, dass Web-Adressen nicht gefunden wurden.
Auch das Netbook wollte nicht ganz fehlerfrei updaten. Zwischendrin blieb das Gerät hängen und konnte nur per Aus-/An-Schalter reanimiert werden. Anschließend war Konsole mit apt-get und dpkg angesagt.
Fazit: Nicht ohne Murren, nichts für Anfänger.
Scid mit Endspiel-Tablebases
Scid ist in Ubuntu und Debian ohne Endspieltabellen kompiliert. Wollen Sie diese nutzen, müssen Sie das Programm selbst kompilieren. Laden Sie die .tar.bz2-Datei von http://scid.sourceforge.net/ herunter. Anschließend öffnen Sie ein Terminal und wechseln in das Download-Verzeichnis. Dort erstellen Sie ein eigenes Debian-Scid-Paket mit
sudo su
apt-get install checkinstall tk8.5-dev libsnack2 tdom
tar -jxvf scid-4.2.2.tar.bz2
cd scid
./configure
make
checkinstall
Das Paket wird nach dem Ausführen von checkinstall auch gleich installiert.
Nun sollten Sie noch das Soundverzeichnis nach /usr/local/bin verschieben und die Dateirechte anpassen, sonst werden nicht alle Daten gelesen:
mv sounds/ /usr/local/bin
cd /usr/local/bin
chown root -R sounds
chgrp root -R sounds
chmod 755 sounds/alert.wav
chmod 755 sounds/move.wav
Crafty einrichten
Die Schach-Engine Crafty hat verschiedene Einstellmöglichkeiten. Im ersten Schritt sollten Sie Crafty nach der Installation des Ubuntu-Pakets mit Hilfe des Skripts /usr/share/doc/crafty/setup_crafty.sh einrichten. Das Skript erzeugt das versteckte Verzeichnis ~/.crafty und kopiert dort hinein mehrere Dateien wie Hilfe, Buchdateien und Konfigurationsdatei. So geht´s:
cp /usr/share/doc/crafty/setup_crafty.sh .
chmod +x setup_crafty.sh
./setup_crafty.sh
Anschließend sollten Sie die Crafty-Pfade in die ~/.bashrc kopieren, um sie generell nutzen zu können:
cat .crafty/env_settings >> .bashrc
Nach dem Befehl
source ~/.crafty/env_settings
können Sie die Einstellungen bereits in der aktuellen Shell nutzen. Ansonsten stehen diese nach dem nächsten Einloggen zur Verfügung.
Um die Hilfe, die Buchdateien und die anderen Einstellungen verwenden zu können, starten Sie Crafty künftig aus dem dem versteckten Verzeichnis:
cd ~/.crafty
crafty
Übrigens: Wenn Sie Crafty als Analyse-Engine in Scid nutzen, ändern Sie dort den Pfad auf das neu angelegte Crafty-Verzeichnis.
Crafty als Schach-Engine für Scid

- Crafty als Schach-Engine: Die fett gedruckten Parameter müssen unbedingt eingestellt werden
Crafty (www.craftychess.com) ist ein starkes und außerdem freies Schachprogramm von Robert M. Hyatt (http://www.cis.uab.edu/info/faculty/hyatt/hyatt.html), das unter anderem auch in Fritz genutzt wird. Crafty ist damit prädestiniert, mit Scid zusammenzuarbeiten – vor allem auch, weil es stärker als die mitgelieferte Engine Scidlet ist. Unter Ubuntu installieren Sie Crafty im Synaptic-Paketverwalter. Suchen Sie das Paket »crafty« und zusätzlich das Paket »crafty-books-medium«. Es werden drei weitere Programme mitinstalliert, unter anderem Xboard, ein grafisches Schachbrett als Benutzeroberfläche für GNU-Chess.
In Scid stellen Sie Crafty so als erste Engine ein: Wählen Sie »Werkzeuge » Analyse-Engine » Bearbeiten«. Im nächsten Dialog tragen Sie folgende Parameter ein: als Name »crafty« und als Befehl »/usr/games/crafty«. Für das Verzeichnis klicken Sie auf die Schaltfläche »~/.scid« und schalten die Option »UCI« aus, denn Crafty ist keine UCI-Engine. Nun können Sie noch die Elo-Zahl (Die Version 23.1 erreichte 2910 Elo-Punkte auf einer 64-Bit-Quadcore-CPU laut www.computerchess.org.uk/ccrl/4040/rating_list_all.html) und die Crafty-Website hinzufügen, den Eintrag »Aktualisieren« und mit »OK« bestätigen. Fehlermeldungen ignorieren Sie, starten Scid neu und schon können Sie Crafty mit »F2« oder »F3« als Analyse-Engine starten.
Scid-Installation: tkimg inkognito

- Erst mit libtk-img alias tkimg sind alle Figurensätze vorhanden
Nach dem ersten Start beanstandet Scid das fehlende Paket tkimg. Das ist ärgerlich, weil einige Figurensätze nicht genutzt werden können. Wer das nun schnell per Paketverwaltung nachinstallieren will, hat Pech: Ein Paket namens tkimg gibt es nicht. Des Rätsels Lösung: Das Paket hat einen anderem Namen, nämlich libtk-img. Installiert, Scid gestartet und es fehlt sich nichts mehr.

