Kein Netbook von Aldi!
Zur CeBit verkauft Aldi mit Hoflieferant Medion seit Jahren einen Computer, und seit der Zeit wird das Gerät jedes Mal – zumeist exklusiv – in Computerbild „getestet“. So auch dieses Mal das Medion Akoya E1222. Schon die Subhead macht ganz zittrig: „Seit 4. März 2010 gibt es bei Aldi ein Mini-Notebook zum Mini-Preis von 299 Euro: das Medion Akoya E1222. Ob der kleine Laptop mit Akku-Laufzeit, Leistung und Ausstattung ganz groß rauskommt, verrät der COMPUTER BILD-Test.“
Abgesehen davon, dass der Test nichts verrät, was nicht schon bekannt ist, kommt Computerbild zum Fazit: Das Aldi-Netbook „ist klein, leicht und damit ideal für den Einsatz unterwegs. Lob verdienen auch die lange Akku-Laufzeit und die gute Ausstattung mit 250-Gigabyte-Festplatte und Bluetooth. Für 299 Euro ist das Gerät ein echtes Schnäppchen“. Die Journaille lobt und hudelt.
Das Gerät misst 26,7x4,9x18 Zentimeter, ist damit ziemlich hoch. Der Akku mit 4.400 mAh hält die Akku-Laufzeit in Grenzen. Und: 250-GByte-Platte ist inzwischen Standard bei Netbooks.
War noch was? Ach ja: „Bildschirm mit Hochglanz-Oberfläche. Dank der kontrastreichen Darstellung sind die Spiegelungen nicht so lästig wie bei anderen Geräten“, schreibt die Hamburger Gazette. Messwerte zur kontrastreichen Darstellung fehlen.
Ein paar Tage hatte ich mit dem Gedanken gespielt, aber nein: Ich kaufe kein Aldi-Netbook. Dagegen spricht die geringe Akkuleistung, das spiegelnde Glare-Display und die ziemliche Bauhöhe. Sollen die andern das „echte Schnäppchen“ schnappen, ich nicht.
Nachtrag von heute Nachmittag:
War eben im Aldi, die Netbooks waren alle schon weg. Mein Fazit: Computerbild macht Leute wild.
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