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Ein Nagel für Scid
Wer mit Scid per E-Mail Fernschach spielen will, braucht eventuell das Programm nail. Das gibt es unter dem Namen allerdings nicht mehr, es heißt jetzt Heirloom mailx. Unter Ubuntu installiert man das Paket mit »sudo apt-get install heirloom-mailx«. Anschließend funktioniert der Befehl »Spielen » Fernschach » Zug per eMail senden«. Die Partienotation wird dann als PGN-Datei im Fernschach-Postausgangsordner gespeichert.
Anstelle von nail kann man aber auch ein anderes Mail-Programm wie etwa Thunderbird nutzen. Wird das unter »Spielen » Fernschach » Einstellungen« als E-Mail-Programm festgelegt (der Eintrag lautet »/usr/bin/thunderbird«), wird nach dem Senden des Zugs von Thunderbird sogleich eine neue Nachricht erzeugt mit der FEN- und der PGN-Notation.
Ubuntu 10.10 mit kleinen Macken

- Sieht zuverlässig aus, zeigt aber während des Updates einige Macken
Im Großen und Ganzen hat das Update von der Version 10.04 auf 10.10 funktioniert. Auf dem Server gab es lediglich zwei kleinere Ärgernisse. Hylafax-Client und -Server mussten gelöscht und neu installiert werden. Außerdem fehlte der Eintrag für den Nameserver in der /etc/resolv.conf mit der Folge, dass Web-Adressen nicht gefunden wurden.
Auch das Netbook wollte nicht ganz fehlerfrei updaten. Zwischendrin blieb das Gerät hängen und konnte nur per Aus-/An-Schalter reanimiert werden. Anschließend war Konsole mit apt-get und dpkg angesagt.
Fazit: Nicht ohne Murren, nichts für Anfänger.
Crafty einrichten
Die Schach-Engine Crafty hat verschiedene Einstellmöglichkeiten. Im ersten Schritt sollten Sie Crafty nach der Installation des Ubuntu-Pakets mit Hilfe des Skripts /usr/share/doc/crafty/setup_crafty.sh einrichten. Das Skript erzeugt das versteckte Verzeichnis ~/.crafty und kopiert dort hinein mehrere Dateien wie Hilfe, Buchdateien und Konfigurationsdatei. So geht´s:
cp /usr/share/doc/crafty/setup_crafty.sh .
chmod +x setup_crafty.sh
./setup_crafty.sh
Anschließend sollten Sie die Crafty-Pfade in die ~/.bashrc kopieren, um sie generell nutzen zu können:
cat .crafty/env_settings >> .bashrc
Nach dem Befehl
source ~/.crafty/env_settings
können Sie die Einstellungen bereits in der aktuellen Shell nutzen. Ansonsten stehen diese nach dem nächsten Einloggen zur Verfügung.
Um die Hilfe, die Buchdateien und die anderen Einstellungen verwenden zu können, starten Sie Crafty künftig aus dem dem versteckten Verzeichnis:
cd ~/.crafty
crafty
Übrigens: Wenn Sie Crafty als Analyse-Engine in Scid nutzen, ändern Sie dort den Pfad auf das neu angelegte Crafty-Verzeichnis.
Crafty als Schach-Engine für Scid

- Crafty als Schach-Engine: Die fett gedruckten Parameter müssen unbedingt eingestellt werden
Crafty (www.craftychess.com) ist ein starkes und außerdem freies Schachprogramm von Robert M. Hyatt (http://www.cis.uab.edu/info/faculty/hyatt/hyatt.html), das unter anderem auch in Fritz genutzt wird. Crafty ist damit prädestiniert, mit Scid zusammenzuarbeiten – vor allem auch, weil es stärker als die mitgelieferte Engine Scidlet ist. Unter Ubuntu installieren Sie Crafty im Synaptic-Paketverwalter. Suchen Sie das Paket »crafty« und zusätzlich das Paket »crafty-books-medium«. Es werden drei weitere Programme mitinstalliert, unter anderem Xboard, ein grafisches Schachbrett als Benutzeroberfläche für GNU-Chess.
In Scid stellen Sie Crafty so als erste Engine ein: Wählen Sie »Werkzeuge » Analyse-Engine » Bearbeiten«. Im nächsten Dialog tragen Sie folgende Parameter ein: als Name »crafty« und als Befehl »/usr/games/crafty«. Für das Verzeichnis klicken Sie auf die Schaltfläche »~/.scid« und schalten die Option »UCI« aus, denn Crafty ist keine UCI-Engine. Nun können Sie noch die Elo-Zahl (Die Version 23.1 erreichte 2910 Elo-Punkte auf einer 64-Bit-Quadcore-CPU laut www.computerchess.org.uk/ccrl/4040/rating_list_all.html) und die Crafty-Website hinzufügen, den Eintrag »Aktualisieren« und mit »OK« bestätigen. Fehlermeldungen ignorieren Sie, starten Scid neu und schon können Sie Crafty mit »F2« oder »F3« als Analyse-Engine starten.
Netbook Launcher: Reihenfolge der Favoriten ändern

- Das Programm Netbook Launcher mit geöffnetem »Favoriten«-Menü
In den Favoriten des Netbook Launchers (Standard-Oberfläche der Ubuntu Netbook Edition) werden die Programme oder Web-Adressen so abgelegt, wie Sie kommen. Möchten sie die Reihenfolge ändern, editieren Sie die Datei ».gconf/apps/netbook-launcher/favorites/\%gconf.xml« in Ihrem Homeverzeichnis. Diese hat eine HMTL-ähnliche Syntax, die Einträge sind als Liste aufgebaut. Von Ihnen hinzugefügte haben als sogenannten stringvalue entweder »app« für Anwendung oder »uri« für eine Webadresse. Wenn Sie Einträge vertauschen, verschieben Sie am besten jeweils die Blöcke, die mit <li type="string"> beginnen und mit </li> enden. Anschließend sollten Sie sich einmal ab- und wieder anmelden. So werden die Änderungen wirksam.

