In diesem Jahr hat die SchlaUSchule in München den Deutschen Schulpreis gewonnen. Darüber haben wir uns im Kollegium sehr gefreut.

Für alle, die nicht wissen, was die SchlaU-Schule ist, hier ein Ausszug aus der Laudatio zur Preisverleihung, die das Konzept sehr gut beschreibt: „Junge, unbegleitete Flüchtlinge im Alter von 16 bis 21, ja sogar bis 26 Jahren aus den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt, nicht selten mit traumatisierenden Erfahrungen – das sind die Lernenden an der SchlaU-Schule. In einem Land, das sie nicht kennen und dessen Sprache sie nicht beherrschen, bauen sie hier, fernab von ihren Familien, an einer neuen Zukunft. Für das Kollegium der SchlaU-Schule ist die Heterogenität ihrer Schülerschaft kein Hindernis, sondern eine Herausforderung, die es in beeindruckender Weise meistert: Seit Jahren gelingt es der Schule, fast alle ihrer Schülerinnen und Schüler erfolgreich in weiterführende berufiche oder schulische Ausbildungen zu überführen. Eine wesentliche Grundlage dafür ist ein starker Kompetenzaufbau in der deutschen Sprache  als wichtige Voraussetzung für jedes Lernen. Das allein ist es aber nicht, was die Schule von anderen Schulen unterscheidet. Die Schülerinnen und Schüler sind begeistert vom Schulklima. Die SchlaU-Schule ist für sie zu einem Ort geworden, wo sie sich geachtet und zu Hause fühlen, wo das Klima bestimmt wird von gegenseitiger Achtung und Anerkennung, wo Lehrpersonen und Betreuende  engagiert und jederzeit ansprechbar sind, ein Ort, wo gemeinsam nach Lösungen für Probleme gesucht wird. Die Jury hat sich entschieden, der SchlaU-Schule den Sonderpreis zuzuerkennen: als beeindruckendes Beispiel dafür, wie durch engagierte Kooperation nach innen und außen alternative Formen gelingenden Unterrichts  entwickelt und dadurch motivierten jungen Menschen Perspektiven aufgezeigt werden können.“

Ich arbeite in diesem Schuljahr in einem anderen Flüchtlingsprojekt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – sogenannte UMFs – und wünsche den Kolleginnen und Kollegen bei SchlaU, dass sie im nächsten Schluhjahr da weitermachen, wo wir vor den Sommerferien aufgehört haben. Alles Gute euch!

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