Wer Landschaften und Panoramen fotografieren will, dem helfen diese 11 Tipps für die Landschaftsfotografie. Ich habe sie für meine Fotokurse zusammengestellt und gebe sie dort den Teilnehmern mit.

1. Möglichst große Tiefenschärfe

Üblicherweise willst du die gesamte Szene scharf wiedergeben. Dazu stellst du eine kleinere Blende ein, um eine möglichst große Tiefenschärfe zu erreichen.

Silhouette der Chiemgauer Alpen von der Fraueninsel (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Silhouette der Chiemgauer Alpen von der Fraueninsel
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing

2. Benutze ein Stativ

Um Verwackeln zu vermeiden, solltest du ein Stativ verwenden. Außerdem kannst du einen Fernauslöser oder stattdessen den Timer nutzen, um Erschütterungen zu vermeiden. Zusätzlich kannst du bei einer Spiegelreflexkamera den Spiegel vorab hochklappen.

Wald und Wiese bei Nebel (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Wald und Wiese bei Nebel
(c)2014 Thomas Hümmler – München · Grafing

3. Stell etwas in den Fokus

Gib dem Betrachter die Möglichkeit, das Auge auf etwas ruhen zu lassen; das kann ein Gebäude sein, ein Mensch, Strukturen, ein Baum, eine Felsformation oder eine Silhouette. Hier hilft die Drittel-Regel: Dabei wird das Bild gedanklich mit zwei waagerechten und zwei senkrechten Linien in neun gleiche Teile geschnitten. Das Motiv wird an einem der vier Schnittpunkte angelegt, man kann es aber auch längs einer Linie platzieren.

4. Denke an den Vordergrund

Stelle interessante Dinge in den Vordergrund, um räumliche Tiefe zu erhalten.

5. Berücksichtige den Himmel

Bei einem langweiligen Himmel platziere den Horizont im oberen Drittel. Interessanten Himmelsformationen gib mehr Raum. Gib evtl. mehr Kontrast und Farbe in den Himmel – entweder später in der Bildbearbeitung oder sofort mithilfe eines Polfilters.

Wolken, Wald und Wiese (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Wolken, Wald und Wiese
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing

6. Verwende Linien

Verwende Linien, um die Blickrichtung des Betrachters zu führen.

Lichterspuren (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Lichterspuren
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing

7. Fange Bewegungen ein

Wind in den Bäumen, Wellen am Strand, ein Wasserfall, Vögel oder Wolken – um derlei Bewegungen einzufangen, brauchst du meist längere Belichtungszeiten. Das wiederum heißt: Mehr Licht trifft auf den Sensor. Hier musst du entweder mit einer kleineren Blende, einem ND-Filter oder in der Dämmerung arbeiten.

Im Wald (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Im Wald
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing

8. Beziehe das Wetter ein

Eine Szene kann sich dramatisch ändern, wenn das Wetter anders ist. Ein sonniger Tag ist nicht unbedingt das beste Fotowetter; ein bedeckter Himmel kann wesentlich mehr Stimmung verheißen. Das gilt auch für Sturm, Wind, Nebel, Regen, dramatische Wolken­formationen, Regenbogen, Sonnenauf- und -untergänge.

Nebel überm Feld (c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing
Nebel überm Feld
(c)2015 Thomas Hümmler – München · Grafing

9. Nutze die goldenen Stunden

Bei Morgengrauen oder in der Dämmerung ist das Licht am besten. Die Mittagssonne solltest du möglichst meiden.

10. Achte auf den Horizont

Bei einer Landschaftsaufnahme sollte man den Horizont berücksichtigen:

  • Ist er gerade? Das kann man notfalls auch noch in der Bildbearbeitung regeln.
  • Wo ist der Horizont im Bild? – Beachte die Drittel-Regel: Der Hintergrund kann auf einer der Linien im oberen oder unteren Drittel stehen – statt in der Mitte.

11. Wechsle den Blickwinkel

Wechsle den Blickwinkel und erforsche die Umgebung, um einen interessanten Standpunkt zu finden, von dem aus du fotografierst.

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